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Sozialstrukturatlas_2019

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Sozialstrukturatlas_2019

Unter »Monitoring«

Unter »Monitoring« wird die standardisierte Beobachtung von Ausprägungen ausgewählter Kennzahlen bzw. Indikatoren verstanden. Diese werden in regelmäßigen Abständen erhoben und können somit sehr leicht eine Entwicklung oder Veränderung darstellen. Erst mit der regelmäßigen Fortschreibung der Daten erfüllt der Sozialstrukturatlas seine Funktion und kann seine ganze Wirkung entfalten. Wichtig bei der Analyse der Daten sind zwei Aspekte: 1. Aus einzelnen Indikatoren lassen sich keine Kausalketten ableiten! Ein Beispiel: Aus einer steigenden Anzahl vollstationär versorgter Pflegebedürftiger lässt sich nicht pauschal schlussfolgern, dass mehr Pflegeheime benötigt werden. Stattdessen muss die Alters- und Familienstruktur sowie die Wanderungbilanz hinzugezogen werden um das innerfamiliäre Pflegepotential beurteilen zu können. Ein Blick auf die Infrastruktur kann klären, ob es möglicherweise an einer ausreichenden ambulanten pflegerischen Versorgung mangelt. 2. Wenn in einer Gemeinde, einem Planungsraum oder im gesamten Landkreis mehrere Belastungsfaktoren gleichzeitig auftreten, kann daraus auf eine besondere soziale Problemlage geschlossen werden. Diese muss in ihrer Komplexität analysiert werden. Anschließend müssen regionalspezifische Lösungen gefunden werden. Auch hier gilt: Erst aus der Gesamtbetrachtung der Indikatoren und der dazugehörigen Infrastruktur lässt sich der Ist-Zustand realistisch beschreiben. Der Sozialstrukturatlas ist nur ein Teil der Analyse. Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen kann der Sozialstrukturatlas bei der Entscheidungsfindung in der Kommunalpolitik dienlich sein. Er unterstützt außerdem die Detailplanungen im Sozialdezernat und leistet einen wichtigen Beitrag zur Transparenz von Entscheidungen. Wie ist der Sozialstrukturatlas aufgebaut? Die Daten werden bis auf wenige Ausnahmen für das Kalenderjahr 2017 dargestellt. Stichtagsdaten sind im Regelfall auf den 31. Dezember festgelegt. Die Schulabschlüsse orientieren sich systembedingt am Schuljahr 2016 / 2017. Der Sozialstrukturatlas folgt dem zweijährigen Rhythmus der Pflege- und Schwerbehindertenstatistik, die jeweils in den ungeraden Jahren veröffentlicht wird. Gegliedert ist der Sozialstrukturatlas in neun Handlungsfelder. Jedem Handlungsfeld wird ein Satz aussagekräftiger Indikatoren zugeordnet. Räumlich werden je nach Thema und Regionaltiefe der zur Verfügung stehenden Daten die Gemeinden, die Planungsräume oder der gesamte Landkreis abgebildet. Vergleiche innerhalb Sachsens finden stets auf Ebene der Landkreise bzw. Kreisfreien Städte statt. 8

Handlungsfeld Demographische Basisdaten Schlüsselindikator • Bevölkerungsstand und Einwohnerdichte • Bevölkerungsentwicklung und Prognose • natürliche Bevölkerungsbewegungen und Wanderungen • Altersgruppen und Relationen von Altersgruppen zueinander • Ausländer • Haushaltsstruktur Arbeit, Einkommen Transferleistungen Wohnen Erziehung und Bildung Gesundheit Menschen mit Behinderungen • Haushaltseinkommen und Lebensunterhalt • Wohngeld • SGB-II-Basisdaten • Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Pendler • Wohngebäude, Wohnungen und Wohnflächen • Kitaversorgungsquote • Sprachauffälligkeiten bei Schuleintritt • Schulabgänger und Abschlüsse • Fallzahlen Hilfe zur Erziehung und Jugendgerichtshilfe • Vorsorgestatus Grundschüler • Auffälligkeiten Gewicht und Motorik • Anzahl und Anteile an Gesamtbevölkerung • Leistungsberechtigte KSV nach Behinderungsart und Tagesstruktur Pflege Partizipation und gesellschaftliche Teilhabe Sicherheit • Pflegebedürftige und Art der Versorgung • Fälle Hilfe zur Pflege • Wahlbeteiligung Kommunal- und Landtagswahlen • Straßenkriminalität und Fallzahlen nach Tatort • KFZ-Diebstahl 9

Gesundheit / Soziales

Regionaler Psychiatrie- und Suchthilfeplan Landkreis Görlitz
Gesundheitliche Situation der Vorschulkinder - Schuljahr 2009/2010
Integrationskonzept
Integrationswegweiser Landkreis Görlitz, Schnittstellenpapier
Infobrief Integration im Landkreis Görlitz