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Sozialstrukturatlas_2019

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Sozialstrukturatlas_2019

4 Bildung und Erziehung

4 Bildung und Erziehung Das vierte Kapitel enthält Indikatoren, die in den Handlungsfeldern Kita, Schule und Jugendhilfe angesiedelt sind. Ausführlicher beleuchtet werden die Hintergründe im Bereich Bildung und Erziehung im Bildungsbericht des Landkreises Görlitz sowie im Kitabedarfsplan. Die Zahlen zur Kitaversorgung werden jeweils jährlich zum Stichtag 30. Juni im Jugendamt erfasst. Die Zuordnung erfolgt dabei nach dem Standort der Einrichtung, nicht nach dem Wohnort des Kindes. Dadurch können sich geringfügige Verschiebungen innerhalb der Planungsräume ergeben. Eine genaue Übersicht über auswärts betreute Kinder enthält der aktuelle Kita-Bedarfsplan. Bei der Berechnung der Versorgungsquote besteht eine weitere Schwierigkeit: Gelegentlich wechseln Kinder schon kurz vor der Vollendung des dritten Lebensjahres von der Krippe in den Kindergarten. Am Ende der Kindergartenzeit gibt es eine kleine Gruppe von Kindern, die bereits das siebente Lebensjahr vollendet haben. Die Bevölkerungszahlen nach Altersjahren werden für die Kita-Bedarfsplanung ebenfalls zum Stichtag 30.06. erhoben (in Tab. 1.15 zum 31.12.). Für die Versorgungsquote wird deshalb folgender Schlüssel zugrunde gelegt: Krippe: alle Kinder unter 3 Jahren Kindergarten: alle Kinder über drei und unter 7 Jahren Hort: alle Kinder über 7 und unter 11 Jahren Obwohl die Zahl der Kinder unter drei Jahren rückläufig ist, besuchen mehr Kinder als 2015 eine Krippe. Im Kindergarten zeigt sich ein ähnliches Bild – 90 Kinder leben mehr im Landkreis, 237 mehr gehen in den Kindergarten. Im Hort ist die Steigerung noch deutlicher sichtbar. Hier ging die Zahl um über 2.000 Kinder zurück, gleichzeitig wurden 353 Hortkinder mehr betreut. Die Veränderungen bei den Belegungen bedeuten, dass in allen drei Bereichen die Versorgungsquoten nach oben gehen. In den Planungsräumen Weißwasser und Löbau besucht mehr als die Hälfte aller Kinder eine Krippe. Nahezu alle Kinder im Kindergartenalter haben einen Platz in der Kita. Im Hort sind die Versorgungsquoten im Vergleich zu 2015 um 18 % nach oben gegangen. Die Stadt Görlitz liegt in allen Einrichtungstypen 5-10 % unter den Durchschnittswerten des restlichen Landkreises. Die Zahl der Integrationskinder ist seit 2015 um 23 angestiegen. (siehe auch Karte A-1 im Anhang) Krippe Kita Hort 2017 Kinder U3 Anzahl Kinder mit Krippenplatz Versorgungs ­ quote Anzahl Kinder mit Kitaplatz Kinder Ü3-U7 Versorgungs ­ quote Anzahl Kinder mit Hortplatz Kinder Ü7-U11 Versorgungs ­ quote Integrationskinder insgesamt Planungsraum 1 464 910 51,0 1.116 1.189 93,9 926 1.200 77,2 38 Planungsraum 2 496 1.000 49,6 1.398 1.483 94,3 1.237 1.539 80,4 24 Planungsraum 3 560 1.519 36,9 1.808 2.043 88,5 1.451 1.962 74,0 55 Planungsraum 4 582 1.128 51,6 1.508 1.601 94,2 1.419 1.719 82,5 55 Planungsraum 5 703 1.538 45,7 2.065 2.199 93,9 1.889 2.262 83,5 77 Landkreis Görlitz 2.805 6.095 46,0 7.895 8.515 92,7 6.922 8.682 79,7 249 44 Tab. 4.1 – Kitaversorgungsquote Landkreis Görlitz

Gesundheitliche Untersuchungen im Kindergarten können frühzeitig bestehende Auffälligkeiten in der Entwicklung aufdecken. Untersuchungen im Kindergarten sind gesetzlich vorgeschrieben 1 , die Teilnahme daran ist den Eltern freigestellt. Neben der Sprachentwicklung werden auch das Seh- und Hörvermögen sowie die motorische Entwicklung geprüft. Dafür gelten sachsenweit einheitliche wissenschaftliche Standards. Das Prüfverfahren wurde im Jahr 2015 aktualisiert und verändert, weshalb die Daten nicht mehr mit den Jahren davor vergleichbar sind. Die planungsraumbezogene Auswertung der Daten bereitet immer noch technische Schwierigkeiten. Einzelne Ausreißer nach oben oder unten werden im Rahmen der kommenden Gesundheitsberichterstattung näher beleuchtet und ausführlicher behandelt. Die Befundhäufigkeiten bei der Sehschärfe und dem Hörvermögen bewegen sich auf ähnlichem Niveau wie 2015. Immer mehr Kinder haben Schwierigkeiten bei der Körperkoordination, z. B. beim rückwärts Laufen oder Balancieren. Noch deutlicher sind die Probleme bei der Hand-Auge-Koordination, im Diagramm unter Visuomotorik zusammengefasst. Die Auffälligkeiten bei der Sprachentwicklung sind bis auf den Raum Weißwasser überall angestiegen. 50 % 40 % 30 % 20 % 10 % 0 % Herabsetzung der Sehschärfe Herabsetzung des Hörvermögens Visuomotorik Sprachentwicklungsauffälligkeiten Körperkoordination Planungsraum 1 Planungsraum 2 Planungsraum 3 Planungsraum 4 Planungsraum 5 Landkreis Görlitz Abb. 4.2 – ausgewählte Befunde nach Planungsräumen 1 § 7, Abs. 2 Sächsisches Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen (SächsKitaG) 45

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