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Sozialstrukturatlas_2019

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Sozialstrukturatlas_2019

Die Statistik der

Die Statistik der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und der Pendler stellt das Statistische Landesamt traditionell zum Stichtag 30.06. bereit. Eine nach Geschlechtern getrennte Auswertung stand öffentlich nur bis zum Jahr 2014 zur Verfügung. Die Tabellen auf den nächsten drei Seiten enthalten deshalb eine Spezialauswertung, die in dieser Form nur für den Landkreis Görlitz vorhanden ist. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im Landkreis Görlitz ist weiter gestiegen. Sie erreichte 2017 den höchsten Stand seit der Kreisreform 2008. In den letzten zwei Jahren sind jährlich knapp 1.000 Arbeitsplätze hinzugekommen. Ein Großteil der neuen Arbeitsplätze (70 %) entstand auf dem Gebiet des Landkreises Görlitz. Der Wert liegt deutlich über dem von 2015. Damals entstanden zwar insgesamt mehr Arbeitsplätze, allerdings nur etwa 55 % für Einwohner des Landkreises. Am meisten provitiert die Gemeinde Kodersdorf mit über 500 neuen Industriearbeitsplätzen beim Felgenhersteller Borbet. Die Stadt Görlitz gewinnt weiter an Attraktivität. Hier entstanden zwar nur fünf neue Arbeitsplätze, aber über 800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte wohnen jetzt mehr in Görlitz als 2015. Ein nicht unwesentlicher Teil davon kam aus der Arbeitslosigkeit bzw. war vorher Teil einer Bedarfsgemeinschaft (siehe Tab. 2.4 a und b). Das Ergebnis der Entwicklung spiegelt sich auch im Pendlersaldo wider. Der ist zwar noch immer negativ, allerdings verlassen inzwischen 500 Beschäftigte weniger den Landkreis zum Arbeiten. Innerhalb des Landkreises bleiben die Städte Görlitz, Zittau und Löbau die einzigen mit nennenswerten Einpendlerzahlen. Die Gemeinde Kottmar ist zum wiederholten Male Spitzenreiter mit einem negativen Pendlersaldo von fast 1.000 Beschäftigen. Die Pendlerströme finden nach Analyse der Bundesagentur für Arbeit hauptsächlich zwischen den Landkreisen Bautzen und Görlitz statt. Nach Dresden und in den LK Bautzen pendeln täglich ca. 8.000 Menschen, in Gegenrichtung sind es etwa 5.400 Beschäftigte. Die Tabellen enthalten zusätzlich die Daten getrennt nach Geschlechtern. (Tabellen 2.5b und 2.5c siehe nächste Doppelseite) Hier ist zu beachten, dass sich die Vergleichszahlen auf das Jahr 2014 beziehen. Insgesamt gibt es 3.000 Pendler mehr. Das Verhältnis bleibt aber gleich: Zwei Drittel der Pendler sind Männer, ein Drittel Frauen. Bei den männlichen Einpendlern hat Zittau mittlerweile die Stadt Görlitz überholt. Innerhalb des Kreises lässt die Analyse der Pend lerzahlen fast direkt auf die Arbeitgeber schließen: Weißwasser ist die einzige größere Stadt, die bei den Männern einen negativen Pendlersaldo hat. Am benachbarten Tagbebau- und Kraftwerksstandort Boxberg pendeln dafür täglich mehr männliche sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ein, als insgesamt im Ort wohnen. Das Sächsische Krankenhaus in Großschweidnitz erzeugt den gleichen Effekt bei weiblichen Beschäftigten. Die Pendlergewinne der Stadt Görlitz bestehen zu 80 % aus weiblichen Beschäftigten – nochmal 5 % mehr als 2014. 38

Insgesamt PLR Gemeinde Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort 2017 Veränderung zu 2015 am Wohnort 2017 Veränderung zu 2015 Einpendler Auspendler 30.06.2017 Pendlersaldo 1 Bad Muskau 615 14 1.296 36 410 1.091 -681 4 Beiersdorf 280 23 424 9 242 386 -144 5 Bernstadt a. d. Eigen 606 -218 1.362 17 369 1.125 -756 5 Bertsdorf-Hörnitz 200 33 830 -17 135 765 -630 1 Boxberg/O.L. 2.015 -141 1.765 -53 1.499 1.249 250 4 Dürrhennersdorf 172 13 379 12 121 328 -207 4 Ebersbach-Neugersdorf 3.778 97 4.171 51 2.434 2.828 -394 1 Gablenz 157 -16 692 1 105 640 -535 3 Görlitz 21.719 5 18.121 843 9.934 6.341 3.593 1 Groß Düben 179 29 464 -12 140 425 -285 5 Großschönau 1.605 202 1.830 31 965 1.190 -225 4 Großschweidnitz 884 -8 510 -14 761 387 374 2 Hähnichen 131 5 482 1 85 436 -351 5 Hainewalde 298 21 595 5 223 520 -297 5 Herrnhut 2.201 70 2.307 36 1.325 1.431 -106 2 Hohendubrau 245 -15 761 10 163 679 -516 2 Horka 183 -6 688 -7 142 647 -505 5 Jonsdorf 223 11 530 1 162 469 -307 2 Kodersdorf 1.331 569 1.034 15 1.135 839 296 2 Königshain 156 23 489 -6 122 455 -333 4 Kottmar 1.849 -62 2.845 12 1.312 2.308 -996 1 Krauschwitz/O.L. 1.134 -72 1.323 1 801 990 -189 1 Kreba-Neudorf 215 -4 361 -5 174 320 -146 4 Lawalde 327 5 769 14 261 703 -442 5 Leutersdorf 846 -19 1.321 -18 615 1.090 -475 4 Löbau 7.007 186 5.385 24 5.006 3.385 1.621 2 Markersdorf 1.184 18 1.648 5 938 1.402 -464 5 Mittelherwigsdorf 866 6 1.398 31 679 1.211 -532 2 Mücka 199 20 410 30 154 365 -211 2 Neißeaue 288 -11 683 18 208 603 -395 4 Neusalza-Spremberg 852 17 1.229 44 641 1.018 -377 2 Niesky 3.678 85 3.642 61 2.225 2.189 36 5 Oderwitz 1.209 -10 1.926 32 777 1.494 -717 5 Olbersdorf 847 6 1.614 -35 627 1.394 -767 4 Oppach 814 1 890 -4 673 749 -76 5 Ostritz 406 9 780 -18 240 614 -374 5 Oybin 212 0 444 8 161 393 -232 2 Quitzdorf am See 164 22 451 14 125 412 -287 2 Reichenbach/O.L. 1.275 54 1.906 35 892 1.525 -633 1 Rietschen 449 18 914 13 232 697 -465 4 Rosenbach 217 2 675 -8 139 597 -458 2 Rothenburg/O.L. 1.964 26 1.806 -44 1.059 901 158 1 Schleife 1.220 51 1.044 -49 1.063 889 174 5 Schönau-Berzdorf a. d. Eigen 301 2 625 22 205 529 -324 4 Schönbach 243 -18 456 16 194 407 -213 2 Schöpstal 384 -47 1.012 -22 310 939 -629 4 Seifhennersdorf 1.161 82 1.103 -47 791 734 57 1 Trebendorf 84 -7 412 -30 62 390 -328 2 Vierkirchen 245 29 679 5 186 620 -434 2 Waldhufen 402 -6 1.032 20 222 853 -631 1 Weißkeißel 319 4 500 12 280 461 -181 1 Weißwasser/O.L. 5.568 334 5.690 -71 3.034 3.157 -123 5 Zittau 11.474 463 8.657 335 6.733 3.916 2.817 Landkreis Görlitz 84.381 1.895 92.360 1.360 11.502 19.497 -7.995 Tab. 2.5a – Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Pendler 39

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Gesundheitliche Situation der Vorschulkinder - Schuljahr 2009/2010
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Integrationswegweiser Landkreis Görlitz, Schnittstellenpapier
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