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Sozialstrukturatlas_2019

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Sozialstrukturatlas_2019

Nach welchen Kriterien

Nach welchen Kriterien wurden die Handlungsfelder und Indikatoren ausgewählt? Nach wie vor gibt es keine einheitlichen Standards für die Beobachtung von Sozialstrukturdaten. Auf nationaler und europäischer Ebene existieren verschiedene Modelle – von den Laeken-Indikatoren (EU-Standard) bis zu ELDHAMO (Haushalts- und lebenslagenbezogenes Modell der Universität Gießen). Die KGST hat sich 2009 intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und in der Folge ein eigenes Indikatorenset entwickelt 1 . Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Indikatoren war die kleinräumliche Verfügbarkeit von Daten. Deshalb wurden ausschließlich Daten ausgewählt, die bei den statistischen Landesämtern oder anderen öffentlichen Quellen zur Verfügung stehen. Teure und zeitaufwendige eigene Erhebungen sind damit nicht länger notwendig. Für die regelmäßige Fortschreibung ist dies von besonderer Bedeutung. Die Diskussion unter den sächsischen Sozialplanern ergab, dass es darüber hinaus regionale Besonderheiten in der Sozialstruktur gibt, die eine Erweiterung des KGST-Indikatorensets notwendig machen. Für den Landkreis Görlitz wurde das KGST-Schema deshalb um die Handlungsfelder »Pflege« und »Menschen mit Behinderungen« ergänzt. Die KGST selbst beschreibt ihr Indikatorenset als »Mindest-Katalog«, der ergänzt und weiterentwickelt werden muss. Themenfelder von wachsender Bedeutung – z.B. das Ehrenamt – können mangels entsprechender Indikatoren noch immer nicht einbezogen werden. Warum werden nicht die Daten von 2018 verwendet? Die Datenaufbereitung beim Statistischen Landesamt Sachsen, beim Kommunalen Sozialverband oder der Polizei braucht Zeit. Im Regelfall stehen die vollständigen Daten des Vorjahres nicht vor September des aktuellen Jahres zur Verfügung. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für diese Ausgabe standen über das Online-Portal des Statistischen Landesamtes einige Daten für 2017 noch nicht zur Verfügung und wurden deshalb separat abgefragt. Die Pflegestatistik ist ein Gemeinschaftsprojekt der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Aktuell liegen dem Statistischen Landesamt in Kamenz noch nicht alle Informationen aus den Nachbar-Bundesländern vor. Die Zahlen zur Pflege sind deshalb als vorläufig zu werten und können sich in späteren Veröffentlichungen noch geringfügig verändern. Warum werden Daten auf Gemeindeebene nicht im Gebietsstand von 2017 dargestellt? Das statistische Landesamt veröffentlicht seine Daten bis auf wenige Ausnahmen immer mit dem aktuellen Gebietsstand. Deshalb werden die Zahlen von 2017 bereits mit dem Gebietsstand vom 01.01.2019 dargestellt. Im Landkreis Görlitz hat es seit der Eingemeindung von Sohland am Rotstein nach Reichenbach zum 01.01.2014 keine weiteren Fusionen gegeben. Insofern ist der Gebietsstand identisch mit der letzten Ausgabe des Sozialstrukturatlasses. 10 1 vgl. KGST-Materialien 4/2009 – Sozialmonitoring, S. 14 f.

Welche Datenquellen wurden genutzt? Der überwiegende Anteil der Daten stammt vom Statistischen Landesamt Sachsen bzw. aus Gemeinschaftsveröffentlichungen der Landesämter mit dem Statistischen Bundesamt. Um eine Vergleichbarkeit mit anderen sächsischen Kreisen und Städten herzustellen wird darauf verzichtet, Regionaldaten der Kommunen zu verwenden. So unterscheiden sich die Einwohnerzahlen der Einwohnermeldeämter zum Teil um mehrere Hundert Personen von der »amtlichen Einwohnerzahl« des Statistischen Landesamtes. Für die Berechnung von Fördermitteln oder als Bezugszahl für weitere statistische Erhebungen ist ausschließlich die Verwendung der amtlichen Einwohnerzahl zum 31.12. oder 30.06. zulässig. Nach dem Zensus am 9. Mai 2011 wurde die gesamte Statistik in Deutschland auf die neue Datenbasis umgestellt. Diese Veränderung hatte zur Folge, dass die Einwohnerzahlen zusätzlich zum tatsächlichen Bevölkerungsrückgang noch statistisch bereinigt wurde. Neuen Daten sind nur noch bedingt mit den Zahlen aus der Fortschreibung der Registerdaten von 1990 vergleichbar. Seit der letzten Ausgabe des Sozialstrukturatlasses ist deshalb 2011 das Basisjahr für alle Vergleiche. Wenn in diesem Sozialstrukturatlas mit Einwohnerzahlen gerechnet wird, dann geschieht dies immer auf Basis des Zensus 2011 – Ausnahmen sind im Text gekennzeichnet. Zur Darstellung der Bevölkerungsprognose haben sich sogenannte »Bevölkerungspyramiden« bewährt. Die Modelle im Sozialstrukturatlas werden vom Statistischen Bundesamt zur Verfügung gestellt. Die bisher genutzten Daten der Bertelsmann-Stiftung verwenden noch nicht die aktuelle 13. Koordinierte Bevölkerungsprognose. Die für Sachsen erstellte 6. regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung ist zwar bis auf die Ebene von Gemeinden über 5.000 Einwohner verfügbar, rechnet allerdings auch nur bis 2030. Ende Juni 2019 hat das statistische Bundesamt die 14. Koordinierte Bevölkerungsprognose veröffentlicht. Das Statistische Landesamt Sachsen arbeitet jetzt an der 7. regionalisierten Bevölkerungsprognose mit Daten für Gemeinden mit mindestens 5.000 Einwohnern. Die Pflegestatistik steht seit 2015 auf Ebene der Planungsräume zur Verfügung. Die Daten werden nach Postleitzahlbereichen erhoben. Da sich Kreba-Neudorf (PLR 1) mit Mücka, Hohendubrau und Quitzdorf am See (alle PLR 2) eine Postleitzahl teilt, sind die Daten dieser beiden Planungsräume vom Statistischen Landesamt als »geschätzt« ausgewiesen. Ähnliche Überschneidungen gibt es in anderen Regionen Sachsens auch, in einem Fall sogar landkreisübergreifend. Neu für die 2017er Daten ist, dass erstmalig statt der Pflegestufen die neuen Pflegegrade verwendet werden. Für die Pflegestatistik ist deshalb 2017 das neue Basisjahr. Die Bundesagentur für Arbeit verfügt im Leistungsbereich des Sozialgesetzbuches II über umfangreiches statistisches Material. Zusätzlich zu den öffentlich verfügbaren Daten erhalten die Landkreise auf Anfrage separate Auswertungen – beispielsweise für die hier verwendeten Angaben zur Zahl der Alleinerziehenden. Die Inhalte der Arbeitslosenstatistik und die Veränderungen in der Er- 11

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