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Integrationskonzept

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Integrationskonzept "Ankommen und Leben im Landkreis Görlitz"

der

der Mehrheitsbevölkerung lehnen die befragten Geflüchteten Kriminalität ab und plädieren für einen harten Umgang mit Straftätern. Aus den Helfersystemen wird berichtet, dass eine eher dezentrale Opferberatung eine sinnvolle Verbesserung der Situation wäre. Die nächste Beratungsmöglichkeit hierfür gibt es in Dresden, Hoyerswerda und Bautzen. Menschen, die sich für Geflüchtete und Migranten engagieren, erfahren nicht immer die nötige Unterstützung im Umfeld. In einigen Fällen kommt es auch zu offenen Anfeindungen, die schwer zu ertragen sind. Die Verwaltung sieht die begonnene Netzwerkarbeit in den Planungsräumen als geeignetes Instrument, um präventiv zu wirken und gleichzeitig bei sich abzeichnenden regionalen Brennpunkten schnell zu reagieren. Ein landkreisweites Netzwerktreffen, welches durch die Ausländerbeauftragte seit einigen Jahren organisiert wird, wirkt ergänzend. Maßnahmen im Handlungsfeld Ordnung und Sicherheit Der Landkreis als Gebietskörperschaft ist nicht explizit Handelnder in diesem Feld, steht aber in Verbindung mit den zuständigen Akteuren. Die Lage sollte weiter beobachtet werden, um ggf. zur rechten Zeit über das gegenwärtige Maß hinaus aktiv zu werden. Dafür ist der Kriminalpräventive Rat das geeignete Gremium. Handlungsfeld: Öffentlichkeitsarbeit Zusammenfassung: Im Landkreis Görlitz gibt es seit vielen Jahren gute Beispiele gelingender Integration. In der Öffentlichkeit wird dies allerdings kaum sichtbar. Um den Nutzen von Migration zu verdeutlichen und den Menschen Befürchtungen oder Ängste zu nehmen, braucht es Transparenz und gute Information. Gemeinsam mit den vielen engagierten Personen kann hier ein guter Beitrag für ein positives Image des Landkreises Görlitz geleistet werden. 58 |

Aktuelle Situation Von den Helfersystemen wird allgemein der Wunsch nach mehr sachlicher Transparenz beschrieben, um dem Populismus entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang taucht auch immer der Wunsch nach Austausch und Vernetzung auf. 75% bzw. 73% der befragten Bevölkerung informieren sich zum Thema Integration im Fernsehen bzw. Radio. Hier fehlt es naturgemäß an detaillierten Informationen zur Situation vor Ort. 73% gegeben jedoch auch an, sich in Amtsblättern zu informieren. Weitere Informationsquellen sind die Tageszeitungen (65%) und die kostenlosen Anzeigeblätter (51%). Das Internet nutzen hier nur 39% als Informationsquelle. Einige Geflüchtete beklagen die Presse und ihre Berichterstattung, die nach ihrem Erleben zur ablehnenden Haltung gegenüber Ausländern beiträgt. Die Fachkräfte in der Verwaltung wünschen sich eine Öffentlichkeitsarbeit, die den Nutzen von gelingender Integration in den Mittelpunkt stellt. Es ist wichtig, die Balance zwischen guten Beispielen und Schwierigkeiten bzw. Grenzen zu halten. Trend Der Bedarf nach sachlicher und unabhängiger Information wird weiter steigen. In einer Öffentlichkeit, deren Meinung nicht selten auf Informationen über aktuelle Einzelfälle basiert (es wird vom Einzelnen auf die Gesamtheit geschlossen), breiten sich schnell Ressentiments, Angst und Hass aus. Um auch die positiven Seiten der Migration öffentlichkeitswirksam darzustellen, sind Informationen über Zusammenhänge, Hintergründe und den politischen Gestaltungswillen des Landkreises Görlitz aufzuarbeiten und darzustellen. | 59

Gesundheit / Soziales

Regionaler Psychiatrie- und Suchthilfeplan Landkreis Görlitz
Gesundheitliche Situation der Vorschulkinder - Schuljahr 2009/2010
Integrationskonzept
Integrationswegweiser Landkreis Görlitz, Schnittstellenpapier