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Integrationskonzept

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Integrationskonzept "Ankommen und Leben im Landkreis Görlitz"

Handlungsfeld:

Handlungsfeld: Unternehmen Zusammenfassung/Aktuelle Situation: Bisher wissen wir, dass die von uns befragten Unternehmen mit maximal einem Drittel ihrer Belegschaft an ausländischen Mitarbeitern planen. Einige Unternehmen berichten von dem Trend, dass sich zunehmend Polen aus dem westeuropäischen Ausland nach Möglichkeiten für Beschäftigung im Grenzgebiet umsehen. Bei der Integration von Geflüchteten wird immer wieder von Unsicherheiten berichtet. Selbst eine begonnene Ausbildung im Unternehmen schützt in der Praxis die betreffende Person nicht vor einer Abschiebung. In der Folge verhalten sich Unternehmen, die gern einen Geflüchteten ausbilden und beschäftigen würden, eher zurückhaltend. Maßnahmen im Handlungsfeld Unternehmen Maßnahme Zuständigkeit Aussagen zur Finanzierung Arbeitgeberinformation KIKs, Bürgermeister, Willkommenslotsen, Jobcenter mit Sachgebiet Arbeitgeberservice, Wirtschaftsförderung aus vorhandenen Ressourcen Handlungsfeld: Wohnen und Wohnumfeld Zusammenfassung: Der Zuzug von Familien aus Polen hält an. Insgesamt streben Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten in die Städte und hier hauptsächlich nach Görlitz und Zittau. Um dort frühzeitig möglichen Schwerpunktbildungen zu begegnen, sollten die Vermieter zu einer stärkeren Zusammenarbeit diesbezüglich angeregt werden. 50 |

Aktuelle Situation Nach Einschätzung der Helfersysteme wird die dezentrale Unterbringung (unabhängig vom Status) als die bessere Variante gegenüber der Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften angesehen. Kritikpunkte an der Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften sind vor allem fehlende Lern- und Rückzugsräume für Kinder und Jugendliche sowie die Qualität der Flüchtlingssozialarbeit in den Einrichtungen, die punktuell stark zu wünschen übrig lässt. Nicht alle Vermieter sind offen für ausländische Mieter. Gelegentlich wird auch die Gefahr der Gettobildung durch Wohnortschwerpunkte benannt. In der Bevölkerungsbefragung wurde nicht explizit nach Wohnen und Wohnumfeld gefragt, allerdings sieht die Mehrheit das nachbarschaftliche Miteinander mit den hier wohnenden Ausländern als einen der wichtigen Berührungspunkte. Die Geflüchteten beschreiben das Wohnen in Görlitz überwiegend als gut. Sie erleben die Region als sicher. Görlitz wird als überschaubare Stadt mit guter Erreichbarkeit von Einrichtungen beschrieben und gelobt. Die Mehrheit der Befragten beschreibt die Stadt als einen Ort, in dem offene Menschen leben. Für die Geflüchteten 10 , die in den Gemeinschaftsunterkünften leben, ist die Situation eine andere. Das enge Zusammenleben verschiedener Nationalitäten und die Ungewissheit hinsichtlich der individuellen Zukunft bringen zwangsläufig Probleme mit sich. Enge Wohnverhältnisse in Verbindung mit Beschäftigungslosigkeit stellen die Flüchtlingssozialarbeiter in den Unterkünften vor große Herausforderungen. Dies betrifft besonders die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Die Flüchtlingssozialarbeiter wünschen sich mehr Unterstützung in der fachlichen Arbeit, beispielsweise durch Supervision. Im Umfeld der Einrichtungen haben sich Unterstützersysteme gebildet, die viel 10 Vgl. Schriftliche Stellungnahme des Deutschen Instituts für Menschenrechte - Gesetzentwurf des Bundesrates Entwurf eines Gesetzes über Maßnahmen im Bauplanungsrecht zur Erleichterung der Unterbringung von Flüchtlingen, BT-Drucksache 18/2752, Änderungsantrag 18(16)121 vom 03.11.2014 | 51

Gesundheit / Soziales

Regionaler Psychiatrie- und Suchthilfeplan Landkreis Görlitz
Gesundheitliche Situation der Vorschulkinder - Schuljahr 2009/2010
Integrationskonzept
Integrationswegweiser Landkreis Görlitz, Schnittstellenpapier