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Integrationskonzept

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Integrationskonzept "Ankommen und Leben im Landkreis Görlitz"

Görlitz in

Görlitz in Zusammenarbeit mit dem IQ-Netzwerk Dresden eine Übersicht, um die Helfersysteme deutlicher hervorzuheben. Die Helfersysteme zeichnen sich besonders durch einen hohen Grad an Selbstorganisation aus. Dies hat sich in den vergangenen Jahren durch die tägliche Arbeit entwickelt und spiegelt sich vor allem in der guten Vernetzung untereinander und der Verstetigung von Arbeits- und Kooperationsgruppen und Netzwerken wider. Viele Aktivitäten und Hilfestellungen, besonders in speziellen Einzelfällen, werden durch die Netzwerke und persönliche Kontakte schnell organisiert und umgesetzt. Um herauszufinden, welche Themen die Menschen in den Helfersystemen bewegen, wurden für das vorliegende Integrationskonzept an verschiedenen Stellen (Zeitpunkten und Orten) Gruppeninterviews mit Helfern durchgeführt 8 . Die Arbeit der befragten Helfer konzentriert sich vorrangig auf Geflüchtete. Die Arbeitsmigranten spielen in diesen befragten Systemen eine untergeordnete Rolle. Die Helfersysteme bestätigen die gute Zusammenarbeit mit den Ämtern, Behörden, anderen Trägern und ehrenamtlichen Helfern, die sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert und entwickelt hat. Inzwischen haben sich informelle Strukturen und offizielle Netzwerke und Bündnisse entwickelt, in denen Kooperationen und Abstimmungen getroffen werden. Zudem werden einzelne Projekte genannt, in denen die Zusammenarbeit aller Beteiligten sehr gut funktioniert und von Erfolgen gesprochen wird (Bsp.: „Arbeitsmarktmentoren für Geflüchtete“). Auch die Etablierung des Sachgebietes INTEGRATION als Ansprechpartner und Mittler wird positiv erwähnt. Besonders die Kommunalen Integrationskoordinatorinnen und -koordinatoren (KIKs) werden als wichtiges Bindeglied zwischen der Verwaltungsebene und den Helfersystemen gesehen. Sie sind Ansprechpartner, Multiplikatoren und Wegbereiter, auf deren Arbeit und Unterstützung gerne zurückgegriffen wird. Durch das Sachgebiet und die KIKs 8 In diese Situationsbeschreibung sind die Auswertungen von Gruppeninterviews der Helfernetzwerke in den Planungsräumen sowie die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung im November 2017 eingeflossen. Geschätzt waren somit ca. 200 Personen an der Sammlung der Informationen beteiligt. 30 |

hat sich der Informationsfluss aus Verwaltung und Politik zu den Helfersystemen und umgekehrt maßgeblich verbessert. Allerdings gibt es hier immer noch Defizite, wie angemerkt wurde. Nach Einschätzung der Helfersysteme hat sich in den vergangenen Jahren eine gute Basis der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren aufgebaut. Vieles hat sich verbessert, hilfreiche Netzwerke haben sich etabliert. Allerdings gibt es weiterhin verschiedene Hindernisse, die zum einen die Integration an sich, als auch die Arbeit der Helfersysteme erschweren. In der Beschreibung dieser Hindernisse fällt auf, dass problematische oder schwierige Einzelfälle eine starke Gewichtung erhalten und somit das Bild auf das Ganze verzerren können. Häufig werden dann Problemlagen als besondere Problemlagen von Geflüchteten beschrieben, die ebenso die Wohnbevölkerung des Landkreises betreffen, da sie sich auf Handlungsfelder in den Regelsystemen beziehen. Beispiele hierfür sind: Arbeitsplätze, Plätze in Wunsch-Kitas, Öffentlicher Personennahverkehr oder die Gesundheitsversorgung. Nichtsdestotrotz gibt es Hindernisse, die besonders mit Angeboten für Geflüchtete bzw. mit Vorbehalten gegenüber diesen Personen in Zusammenhang stehen. Als großes Hindernis bei der Unterstützung von Integrationsbemühungen wird immer wieder die fehlende Kinderbetreuung während der Kurszeiten genannt, insbesondere von den Anbietern dieser Kurse. Dieses Phänomen betrifft vor allem Frauen. Aber auch die eingeschränkte Mobilität der Geflüchteten ist immer ein Hemmnis zur Teilnahme. Insgesamt wird von einer mangelhaften Abstimmung (Wartezeiten zwischen Kursen) und Absprache zwischen den Akteuren zu den Sprachkursangeboten berichtet. Dies bezieht sich speziell auf eine Übersicht aller verfügbaren Angebote und die Kommunikation mit den Anbietern. Hier kommt es auch immer wieder zu Problemen, wenn flexibel auf besondere Umstände reagiert werden muss. | 31

Gesundheit / Soziales

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Integrationskonzept
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